Ägyptologisches Praktikum

Zum Ende des Semesters bietet Eva Kurz M.A. ein Blockpraktikum im Martin-von-Wagner Museum an.

"Welche Informationen verrät ein Museumsobjekt dem Betrachter? Das Praktikum vermittelt Grundzüge praktischer Museumsarbeit. Dabei steht die wissenschaftliche Dokumentation im Zentrum. Ausgewählte Museumsobjekte aus dem Depot des Martin von Wagner Museums werden untersucht und die gesammelten Ergebnisse in einem Bestandskatalog zusammengefasst."

Näheres dazu Opens internal link in current windowhier.

 

 

 

Sapientia Felicitas: Festschrift für Günter Vittmann zum 29. Februar 2016

Günter Vittmann ist nicht nur ein herausragender Kenner der ägyptischen Onomastik, des Abnormhieratischen und des Demotischen in all seinen Formen, sondern zeichnet sich zudem durch seine ausgedehnten, weit über die Ägyptologie hinausreichenden wissenschaftlichen Interessen aus. So hat er mit seiner Forschung zu Ägypten unter fremder Herrschaft und der Integration von Ausländern im Land am Nil wesentliche Beiträge zur Beschäftigung mit den Fragen der kulturellen Identität und der multikulturellen Gesellschaft im alten Ägypten geleistet, die er in zahlreichen Publikationen, Seminaren und bei Forschungsaufenthalten zugänglich gemacht hat bei Forschungsaufenthalten wie zuletzt im Frühjahr 2015 im Rahmen des LabEx ARCHIMEDE (Programm „Investissements d’Avenir“ ANR-11-LABX-0032-01) in Montpellier.

Herr Prof. Vittmann dient seit vielen Jahren als außerplanmäßiger Professor unserer Fakultät treu. Vor allem in für die Ägyptologie schwierigen Zeiten hat er durch unentgeltliche zusätzliche Lehre der Ägyptologie und damit der Fakultät und ihrer unitas per varietatem uneigennützig geholfen.


Der Band kann in Opens external link in new windowMontpellier bestellt werden.

 

 

Auf der Baustelle des neuen Grand Egyptian Museum in Kairo: die zukünftigen deutsch-ägyptischen Partner. Von links: Prof. Hosam Refai (Helwan University), Prof. Pache (Vizepräsident der JMU), Prof. Fackler (Museologie JMU), Prof. Stadler (Ägyptologie JMU) zu Besuch beim Direktor des Museums, Dr. Tarek Tawfik.

Kulturgut bewahren, Bewußtsein bilden, Breitenwirkung entfalten

Neues DAAD-Projekt an der JMU Würzburg

Seit der Jahrtausendwende hat die ägyptische Altertümerverwaltung landesweit große Museumsprojekte auf den Weg gebracht, die das kulturelle Erbe von der Antike bis zur islamischen Zeit umfassen, ohne den gesteigerten Bedarf an gut ausgebildetem Museumspersonal vor Ort decken zu können. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Helwan University (HU) in Kairo den MA Museum Studies eingerichtet. Zusätzlich will sie nun in Kooperation mit der Museologie und der Ägyptologie an der JMU ein duales Joint Master Programm Museum Studies Helwan–Würzburg realisieren, um Anschluss an die internationalen Entwicklungen im Museumssektor zu erlangen. Dieser Master wird den vom DAAD geförderten MA Heritage Conservation and Site Management von HU und BTU Cottbus komplementär ergänzen; zugleich entsteht als Strukturaufbau ein im arabischen Raum einzigartiges „Center of Heritage and Museum Studies“.

Mit Mitteln aus der deutsch-arabischen Opens external link in new windowTransformationspartnerschaft des Auswärtigen Amtes fördert der DAAD dieses Vorhaben an der JMU Würzburg mit zunächst rund 90.000 EUR für 2015.

Der neue internationale MA-Studiengang wird im Sinne einer gleichberechtigten Hochschulpartnerschaft mit Studierenden- und Dozentenaustausch etabliert. Dabei unterstützt das Deutsche Archäologischen Institut Kairo das Projekt, indem es den Studierenden die Mitarbeit bei Projekten (site museums) anbieten wird. Neben dem Wissenstransfer und der Netzwerkbildung infolge gemeinsamer Studiensemester kommt die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit von Museologen und Ägyptologen bei der musealen Erschließung der ägyptischen Geschichte dem Tourismus und damit der Wirtschaft zugute. Jedoch werden innovative Ideen, Praxisfelder und museale Präsentationsformen so entwickelt, dass die Museen sich vermehrt auch an die eigene Bevölkerung richten. So verschaffen die AbsolventInnen als Multiplikatoren dem Schutz und der Pflege des immensen kulturellen Erbes eine größere öffentliche Akzeptanz. Damit zielt dieses Projekt auf seine grundlegenden Ziele „Kulturgut bewahren, Bewusstsein bilden, Breitenwirkung entfalten“ und leistet einen wichtigen Beitrag zur geistig-kulturellen Entwicklung und zur Stabilisierung der prekären Lage in dieser post-revolutionären Phase Ägyptens.

Im Rahmen dieser Hochschulpartenrschaft werden ab 2016 Studierende des MA-Studiengangs Ägyptologie 120 ECTS ein Auslandssemester in Ägypten verbringen können.

 

 

Ein Ägypter in der Ägyptologie

Dr. Mohamed Ismail Khaled ist hochrangiger Beamter im ägyptischen Ministerium für Altertümer. Mit einem Forschungsstipendium der Humboldt-Stiftung ausgestattet, wird er die kommenden zwei Jahre am Institut für Altertumswissenschaften verbringen. Sein Interesse gilt einem 4500 Jahre alten Steinblock. Opens external link in new windowMehr...

 

 

Grabungspraktikum in Ägypten

 

Das Tell Basta-Project, ein deutsch-ägyptisches interdisziplinäres Grabungsprojekt, das seit 2013 an der JMU Würzburg angsiedelt ist, erforscht die im östlichen Nildelta gelegene antike Stadt Bubastis (Tell Basta). Der Besiedlungszeitraum umfasst mehrere Jahrtausende, vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis in das 6. Jahrhundert n. Chr.

Seit 2014 besteht für Studierende aller altertumswissenschaftlichen Fächer an der JMU Würzburg die Möglichkeit zur Teilnahme an den aktuellen Grabungen des Tell Basta-Project.

Bitte schicken Sie Ihre Berwerbungen, die einen tabellarischen Lebenslauf, eine Darstellung Ihres bisherigen Studienverlaufs sowie eine kurze Darlegung Ihrer besonderen Motivation zur Teilnahme enthalten sollten per E-Mail an Dr. Eva Lange (Opens window for sending emaileva.lange@uni-wuerzburg.de). Frau Dr. Lange steht auch für Rückfragen zur Verfügung.