Institut für Altertumswissenschaften - Lehrstuhl für Ägyptologie

Residenzplatz 2, Tor A, 97070 Würzburg
Tel.: +49-(0)931/31 - 8 28 18 Fax: +49-(0)931/31 24 42, l-aegyptologie@uni-wuerzburg.de
Das Fach Ägyptologie
Die Ägyptologie beschäftigt sich mit der gesamten Bandbreite der materiellen Hinterlassenschaften, die uns von den Alten Ägyptern seit den ersten archäologischen Relikten menschlicher Anwesenheit im Niltal erhalten sind (ab dem 8. Jahrtausend v. Chr.). Das islamische Ägypten (ab 639-41 n. Chr.) ist nicht mehr Gegenstand der Ägyptologie. Diese ungemein lange Zeitspanne hat eine entsprechend vielfältige Entwicklung erlebt. Alles adäquat zu überblicken, ist schlicht menschenunmöglich, weshalb sich die Ägyptologie wie die meisten Fächer in Spezialgebiete aufteilt, die sich an den Epochen orientieren oder querschnittartig einen Teilaspekt wie Sprache, Geschichte, Literatur, Religion oder Kunst herausgreifen.
Ägyptologie in Würzburg
Das Fach Ägyptologie wird an der Universität Würzburg vom Lehrstuhl für Ägyptologie vertreten. Er ist 1964 gegründet worden, heute Teil des Instituts für Altertumswissenschaften und gehört damit zur Philosophischen Fakultät I. Der Lehrstuhl ist im Südflügel der Würzburger Residenz untergebracht. Dort finden Forschung, Lehre und Studium statt. Die Ägyptologie ist kein Massenstudienfach, so dass die Dozenten die Studierenden individuell betreuen können. Die recht gut ausgestattete Bibliothek ist in die Lehrstuhlräume integriert und von 8 Uhr früh bis meist zum späteren Nachmittag geöffnet.
In der Lehre wird hier den Studierenden die Kultur des Alten Ägypten in einer möglichst umfassenden Breite vermittelt. In der Forschung ist Würzburg eines der international führenden Zentren für Demotistik, ein Teilgebiet der Ägyptologie, das sich mit der Entzifferung und Edierung von Texten beschäftigt, die in demotischer Schrift und Sprache geschrieben sind. Das andere wichtige Forschungsgebiet ist die Ptolemaistik – also die Erforschung der ägyptischen Tempel der ptolemäisch-römischen Zeit –, die sich in Würzburg in der Untersuchung der Ritualszenen und der schwierigen hieroglyphischen Inschriften dieser Tempel manifestiert. Gerade die Heiligtümer dieser Epoche weisen eine Zunahme an Inschriften, sowohl im Bereich der reinen Textmenge als auch in der Bandbreite der Textarten auf.
Die beachtliche Sammlung von altägyptischen Originalen in der Antikensammlung des universitätseigenen
Martin von Wagner Museums mit teilweise einzigartigen Objekten runden die Attraktivität der Würzburger Ägyptologie ab. Denn hier ist den Studierenden von Anfang an der Kontakt mit Originalen möglich.
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